Kurs in Entwicklung – Beta-Version
Stufe 1: Awareness & Compliance

Grenzen des KI-Einsatzes

⏱ 10 Min 📋 Pflichtmodul 🔓 Verfügbar

Lernziele

1. Technische Grenzen aktueller KI-Modelle

Selbst die fortschrittlichsten KI-Systeme haben harte Grenzen. Wer diese nicht kennt, setzt sich und die Organisation unnötig Risiken aus.

Wichtig: Halluzinationen erkennen

Typische Anzeichen für Halluzinationen: Konkrete Paragraphennummern, die nicht existieren (z.B. "§ 12a AsylbLG"), oder vermeintliche Gerichtsentscheidungen, die fiktiv sind. Prüfen Sie immer gegen amtliche Quellen (Gesetz im Internet, beck-online, juris).

2. Rechtliche Grenzen des KI-Einsatzes

In der Verwaltung gibt es Bereiche, in denen KI ausgeschlossen oder stark eingeschränkt ist:

Praxisfall: Grenzen beim Wohngeldantrag

Ein KI-System könnte Wohngeldanträge auf Vollständigkeit prüfen und fehlende Dokumente identifizieren. Das ist zulässig. Aber: Das System darf nicht allein über den Anspruch entscheiden, weil Ermessensspielräume (z.B. bei der Angemessenheitsprüfung der Wohnung) existieren. Das letzte Wort hat immer der Mensch – und die schriftliche Begründung muss von einem Menschen stammen, damit sie bei einem Widerspruch vor Gericht standhält.

3. Risikoabschätzung vor KI-Einsatz

Bevor eine Behörde ein KI-System einführt, sollte eine einfache Risikoabschätzung erfolgen:

Merksatz

KI ist kein Allheilmittel. Sie ist ein Werkzeug – leistungsstark, aber fehleranfällig. In der Verwaltung gilt: Wenn Zweifel bestehen, ob KI eingesetzt werden darf, ist die Antwort meist "Nein" oder "Nur mit menschlicher Aufsicht". Wer die Grenzen kennt, kann KI sicher und effektiv nutzen.

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