Prozesse erheben lernen. Eigenständig, KI-gestützt, im eigenen Amt.
Der Prozess-Führerschein befähigt Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung, Arbeitsabläufe selbst zu erheben, sie sauber in BPMN 2.0 zu dokumentieren und für die Weiterbearbeitung mit KI vorzubereiten. Fünf Stufen, vom Grundverständnis bis zur eigenen Erhebung, begleitet von einem KI-Mentor.
Fünf Stufen
Jede Stufe baut auf der vorigen auf. Vom Verstehen über das Handwerk und die begleitete Praxis bis zum eigenständigen Capstone an einem echten Verwaltungsvorgang.
Ankommen
Überblick, Lernvereinbarung und eine ehrliche Selbsteinstufung.
Verstehen
Prozess, Verwaltung, BPMN 2.0 lesen, Rollen und Datenschutz, KI mit Augenmaß.
Können
Die Erhebung als Gespräch, die fünf Themenfelder, vom Wort zum Modell, die Prozessmaschine als Copilot.
Begleitete Praxis
Drei Übungsblöcke steigender Komplexität, begleitet vom KI-Mentor, bis zur ersten echten Erhebung.
Capstone
Eine vollständige eigene Erhebung, von der Vorbereitung bis zur Übergabe.
Was den Prozess-Führerschein auszeichnet
Erhebung als Handwerk
Im Mittelpunkt steht das Gespräch mit den Beteiligten, nicht das Werkzeug. Kleinschrittig und fragend, nach bewährter Methodik.
KI als Copilot
Die Prozessmaschine schlägt vor, der Mensch entscheidet. Human-in-the-Loop von der ersten bis zur letzten Stufe.
KI-Mentor
Ab der Praxisphase spiegelt ein KI-Mentor jede Übung nach derselben Rubrik, nach der am Ende geprüft wird.
Für die Verwaltung gebaut
Datenschutz, Neutralität und der EU AI Act sind keine Randnotiz, sondern durchgängig mitgedacht.
Warum Prozesse die Grundlage für KI sind
KI-Readiness beginnt nicht beim Werkzeug, sondern bei der Klarheit über die eigene Arbeit. Eine saubere Aufgabenliste und sauber erhobene Prozesse sind die Voraussetzung dafür, dass KI in der Verwaltung überhaupt etwas leisten kann.
Der Gedanke ist einfach. Eine Aufgabenliste sagt, was eine Stelle tut. Ein erhobener Prozess sagt, wie diese Aufgaben zusammenhängen, wer beteiligt ist und wo es klemmt. Erst auf dieser Grundlage lässt sich seriös entscheiden, an welcher Stelle KI hilft, wo sie nur Schaden anrichtet und welche Daten sie überhaupt braucht. Wer diesen Schritt überspringt, automatisiert einen Ablauf, den niemand vollständig kennt.
„Die erste Regel jeder Technologie im Unternehmen lautet: Automatisierung eines effizienten Vorgangs vergrößert die Effizienz. Die zweite: Automatisierung eines ineffizienten Vorgangs vergrößert die Ineffizienz." Bill Gates, Business @ the Speed of Thought, 1999
Aktuelle Branchenberichte bestätigen das Muster. Ein großer Teil der KI-Vorhaben erreicht seine Ziele nicht, und der Grund liegt selten in der Technik. Er liegt in fehlenden operativen Grundlagen, also unklaren Prozessen und schlecht aufbereiteten Daten. Der Global Process Excellence and AI-Readiness Report 2025 macht Prozessreife zur zentralen Stellschraube für gelingende KI-Einführung. Genau hier setzt der Prozess-Führerschein an. Er befähigt Mitarbeitende, Aufgaben und Prozesse selbst zu erheben, bevor über KI gesprochen wird. Wer seine Abläufe nicht kennt, digitalisiert nur das Chaos.
Ehrliche Einordnung: Der Prozess-Führerschein ist eine interne Weiterbildung und schließt mit einem Befähigungsnachweis ab. Er ist kein staatlich anerkannter Abschluss und keine Berufszulassung. Dein Fortschritt wird über einen anonymen Code gespeichert, ohne Klarnamen, ohne Cookies und ohne Drittanbieter. Ohne Code bleibt alles nur lokal in deinem Browser.